Geschichte

Die Gründung

Die Idee einen Skiclub in Rüschegg zu gründen, hatten die beiden Männer Fritz Binggeli, damaliger Pfadern-Wirt, und Fritz Marti, späterer Wirt in der Pfadern. An der ersten Orientierungsversammlung, welche am 18. Dezember 1936 im Sääli der Wirtschaft Pfadern stattfand, nahmen 25 junge Männer teil. Es wurde ein siebenköpfiger Ausschuss gewählt, dieser hatte die Aufgabe das Ziel, einen Skiclub zu gründen, weiter zu verfolgen und Statuten zu erstellen.


An der Gründungsversammlung am 27. Januar 1937 waren 21 Männer anwesend. Die Statuten wurden diskutiert und angenommen. Heftig diskutiert wurde über Art. 3 der Statuten, die Aufnahme des weiblichen Geschlechts. Es wurde einstimmig beschlossen, vorläufig keine Damen im Skiclub aufzunehmen. Erst im Jahre 1952 durften auch Frauen beitreten. Ausserdem wurde ein Gründungsbeitrag von Fr. 5.- und ein Jahresbeitrag von Fr. 1.50 pro Mitglied bestimmt.


Die Gründungsmitglieder waren:

Ammann Fritz, Stössen

Ammann Robert, Stössen

Bätscher Hans, Aeugsten

Bätscher Walter, Aeugsten

Binggeli Fritz, Pfadern

Bühlmann Adolf, Heubach

Feletti Gino, Heubach

Gilgen Emil, Heubach

Gasser Walter, Stössen

Krebs Rudolf, Aeugstershüttli

Marti Fritz, Pfadern

Nydegger Christian, Exen

Nydegger Reinhardt, Längenboden

Riesen Albrecht, Bundsacker

Riesen Fritz, Aeustenschürli

Riesen Karl, Gfell

Unternährer Jules, Heubach

Rothen Erwin, Heubach

Wenger Robert, Kalchenboden

Zahnd Ernst, Heubach

Zwahlen Johann, Aeugsten


Am 03.02.2003 verstarb mit Christian Nydegger-Ulrich der letzte der 21 Männer, welche den Skiclub gegründet haben.


Die Präsidenten von 1937 bis heute

1937 – 1940 Binggeli Fritz, Pfadern und Hirschhorn

1941 Bätscher Hans, Aeugsten

1941 – 1946 Hug Ernst, Gambach

1946 – 1949 Marti Fritz, Pfadern

1950 Kohler Christian, Schälisacker

1950 – 1952 Flückiger Hans, Kalchenboden

1952 – 1957 Schumacher Willi, Gambach

1957 – 1959 Rohrbach Hans, Hirschhorn

1959 – 1969 Schmutz Christian, Gambach

1969 – 1973 Roggli Hans, Längenboden

1973 – 1976 Burri Hanspeter, Heubach

1976 – 1980 Zahnd Fritz, Schwarzenburg

1980 – 1986 Böhlen Niklaus, Riggisberg

1986 – 1997 Pauli Walter, Hirschhorn

1997 – 2000 Rohrbach Werner, Schwand

2000 – 2002 Gfeller Ueli, Bärenwart

2002 – 2004 Pauli Walter, Hirschhorn

2004 – heute Zbinden Pia, Mamishaus


Chronik

1937 Gründungsversammlung

  1. Clubrennen
  2. Waldfest

1938 1. Freundschaftsskirennen mit SC Riffenmatt

1941 Eintritt in den schweizerischen Skiverband (SSV) und Verband bernischer Skiclubs (VBSC)

1945 Clubabzeichen mit Gemeindewappen

1948 Erstmals ein Bernermeister mit Hans Böhlen

1949 Durchführung 1. Lotto

Durchführung VBSC-Langlauf und Staffellauf

1950 Anschaffung von Club-Pullovern

1951 Hans Zwahlen wird zum 1. Ehrenmitglied ernannt

1952 Abänderung von Art. 3 in den Clubstatuten, Damen dürfen in den Club aufgenommen werden.

1955 Durchführung VBSC Staffellauf

1955 1. Durchführung Nachtslalom in Gambach

1957 Gründung der Jugend-Organisation (JO Rüschegg)

Jubiläumsrennen für die „Becher – Veteranen“

1962 Jubiläumsrennen „25 Jahre SC Rüschegg“

1963 Die 1. Trockensprungschanze der Schweiz wir durch den VBTS im Heubach gebaut

1966 Durchführung VBSC-Staffellauf

1970 Durchführung interregionales JO-Treffen nordisch

1970 Erstmals ein Schweizermeister mit Fritz Wenger (Junioren, Nordische Kombination)

1973 1. Durchführung „Rüschegger-Slalom“

1979 Durchführung nordische VBSC-Meisterschaften

1980 1. Olympia-Teilnehmer, Roland Burn (Biathlon) 1. Durchführung „Rüschegger Schülerrennen“

1982 Durchführung nordische JO-Meisterschaften VBSC

1983 1. Ausgabe Clubzeitung „Schiklübler“

1984 1. Durchführung der „Rüschegger Volksabfahrt“ (bis 1996)

1987 Einmaliges Seifenkistenrennen zum 50-Jahr Jubiläum

Jubiläumsfeier 50 Jahre Skiclub Rüschegg im Eywald

1993 1. JO-Lager Meiringen

2001 1. Skichilbi Barfestival im Mehrzweckgebäude Pfadern

2004 1. Langlaufunterricht für Kinder aus der Region unter der Leitung von Hansruedi Aebischer

2008 1. Stössiabfahrt (der „Neuzeit“)

2009 1. „Schwentitag“ bei den Skiliften Rüschegg-Eywald AG


50 Jahre Jubiläum im 1987

Für das 50 jährige Bestehen im Jahr 1987 organisierte der Skiclub im Sommer ein 3-tägiges Jubiläumsfest. Bereits im Vorfeld führte der Skiclub ein Seifenkistenrennen für Schüler durch. Dieses fand am 9. August 1987 statt und zählte zum „Schweizer-Seifenkisten-Derby“ von Rivella. Es führte auf einer Strecke von 980 m vom Start oberhalb der Hostettlere ins Ziel bei der Talstation vom Skilift Rüschegg-Eywald.

Das eigentliche Jubiläumsfest hat dann vom 21. – 23. August 1987 in einem Festzelt für 1250 Personen im Eywald stattgefunden. Es startete am Freitag mit der Disco Studio 2000, Festwirtschaft und Barbetrieb. Am Samstag war dann ein grosser Unterhaltungsabend mit Nella Martinetti und ihrer Leonardo-Band. Am Sonntag fand nach einem Apéro für Ehrengäste die offizielle Jubiläumsfeier unter Mitwirkung einheimischer Vereine statt. Es waren dies die Musikgesellschaft Rüschegg, der Jodlerklub Rüschegg, der Männerchor Gambach, der Gemischter Chor Rüschegg und die Trachtengruppe Rüschegg. „Werner Gasser u syni Schwyzerörgelifründe“ sorgten anschliessend für eine fröhliche Unterhaltung und einen gemütlichen Ausklang des Festes.


Ereignisse aus dem Bereich Alpin von 1987-2012

In den Jahren 1987 – 1991 schafften es Renate Riesen und Reto Burri unter der Leitung des JO-Chefs Christian Hirschi ins VBSC JO-Kader. Bei den Aktiven kamen Marco Burri und Christian Bartlome ins Junioren-Kader. Christian ist nach einem Jahr aus dem Kader ausgetreten. Marco wurde als 17 Jähriger Junioren-VBSC-Meister im Slalom. Mit 19 Jahren gewann Marco 1990 den Meistertitel in der Abfahrt. Es folgten in sämtlichen Disziplinen Einsätze an FIS Rennen und die Teilnahme an mehreren Schweizermeisterschaften.

1992 wurde die JO vom neuen JO-Leiter Marco Burri und seinem Leiterteam neu gestaltet. Dadurch gab es einen regelrechten Teilnehmeransturm. Im Jahr 1993 waren über 90 JO-ler eingeschrieben, so dass die Hallentrainings in 4 verschiedenen Gruppen durchgeführt werden mussten. Neu waren das Rollschuhlager im Schwarzenbühl und das JO-Lager in Meiringen. Auch wurde ab Oktober Samstags jeweils ein Konditionstraining durchgeführt. Nach 4 Jahren intensiver Arbeit waren die ersten Erfolge da. Nathalie Stoll, Sabrina Mitterer, Corina Pauli, Katja Hirter und Christoph Messerli wurden in den JO-Kadern aufgenommen. Chrigu konnte sogar an Interregionswettkämpfen teilnehmen. Die Jahrgänge 85 – 89 waren die Zöglinge dieser Ära, viele Fahrer/innen waren auf Kaderniveau. Sie fuhren in ihren Kategorien vielfach um den Tagessieg mit.

1996 übernahm Edith Ammann die administrative Leitung der JO. Heinz Nydegger übernahm diese im 2001 und im 2003 die gesamte JO-Leitung.

Bei den Aktiven hatte Renate Riesen die grössten Erfolge. In der Saison 1994/95 gewann sie den BOSV-Cup. Sie konnte auch einige Schweizermeisterschaften und FIS-Rennen bestreiten. An den Schweizermeisterschaften 1995 in Les Crosets erreichte sie den 37. Rang im Slalom. Nach einer enttäuschenden Saison im 1996 beendete sie ihre Skikarriere, da klar war, dass sie es nicht in ein höheres Kader schaffen würde.

Darauf folgten Jahre des Umbruchs. Heinz Nydegger demissionierte 2006 sein Amt als JO-Leiter. Erst 2008 wurde mit Ueli Zbinden ein neuer JO-Leiter gefunden. In den Jahren ohne JO-Leiter wurden die Aufgaben unter allen Leitern aufgeteilt, Anna Rohrbach übernahm die administrative Leitung.

Bei den Aktiven schaffte es Michael Untersander 2003 ins Junioren Kader. 2005 gelang Lars Peyer den Aufstieg ins Junioren Kader. Er konnte am Lauberhornrennen vorfahren. Lars Peyer ist bis heute der letzte aktive Lizenzfahrer des SC Rüschegg.

Seit der letzten Saison hat die JO mit Bruno Mitterer wieder einen neuen JO-Leiter.


Ereignisse aus dem Bereich Nordisch von 1987-2012

In den Jahren 1987-2000 waren es bei den JO-lern vor allem Ueli und Res Gfeller, Martin Wüthrich, Pia und Beat Zbinden, Christian Pfeuti und Manuela Flückiger, welche mit sehr guten Resultaten auf sich aufmerksam machten. Nebst etlichen Jugend-Trophy Gesamtsiegen konnten sie sich auch einige VBSC-Meistertitel sichern. Zudem schafften es auch einige von ihnen ins JO- und Junioren-Regionalkader und konnten an Schweizermeisterschaften teilnehmen.

Bei den Aktiven wurde Christian Jost 1992 im Waffenlauf Schweizermeister. 1998 nahmen Hansruedi Aebischer und Karl Hostettler an der Masters WM in Lake Placid (USA) teil. Nach sehr guten Resultaten in den Einzelrennen erkämpften die Beiden die Bronzemedaille in der Staffel hinter Russland und Deutschland.

Hauptsächlich verantwortlich für diese Erfolge der Langläufer war Werner Riesen, Lössishaus, langjähriger Trainer und Wachsspezialist und selber erfolgreicher Langläufer mit vielen Spitzenplätzen.

In den Jahren 2001-2011 waren es vor allem Hansruedi Aebischer, Markus Hostettler, Christoph Aebischer und Pia Zbinden, welche immer wieder mit Podestplätzen glänzen konnten. So gewannen Rüedu und Pia je einmal die Berner-Cup Gesamtwertung, Pia im 2002 und Rüedu im 2003. Als Preis erhielten sie 1 Woche Ferien in Südfrankreich. Pia gewann auch einige Male die SSM/BOSV-Meisterschaften, das letzte Mal im 2001. Ein grosser Erfolg hatte Rüedu im letzten Jahr, als er am Worldloppet-Rennen, dem Transjurassienne, als neunzigster ins Ziel kam und in seiner Kategorie sogar den 2. Rang belegte.

Zu den Rennen, welche nicht mehr aus dem nordischen Jahresprogramm wegzudenken sind, zählen der Engadiner Skimarathon und die EFNS (europäische forstliche nordische Skiwettkämpfe). An diesen Rennen nimmt jedes Jahr eine Gruppe von Skiclüblern teil. 2008 schafften vier Startende des SC Rüschegg am Engandiner Skimarathon sogar eine kleine Sensation, sie waren alle vier innerhalb einer Minute klassiert. Es waren dies Markus Hostettler mit 1.47.40 (481. Rang), Hansruedi Aebischer mit 1.47.46 (487), Christian Jost mit 1.48.38 (511) und Christoph Aebischer mit 1.48.41 (512). Auch an die EFNS reist jeweils eine kleine Delegation des Skiclubs. Dieser einwöchige Anlass bietet so einiges an Sport, Kultur und Geselligkeit. Es finden nebst dem Biathlon auch interessante Exkursionen über Forst, Natur und die Region statt. Die EFNS findet jedes Jahr in einem anderen Land statt, im 2011 beispielsweise in Östersund (Schweden). Pia Zbinden, Markus und Karl Hostettler konnten in den letzten Jahren an diesen Rennen beachtliche Plätze, z.T. sogar Podestplätze herauslaufen.

Seit 2004 leitet Hansruedi Aebischer ausserdem am Mittwochnachmittag ein Langlaufkurs für Kinder aus der Region, welcher vom LZG (Langlaufzentrum Gantrisch) gesponsert wird. Dieser Kurs wird sehr gut besucht.


Anekdoten aus „dr Schiklübler“

Video Aufnahmetalent im Skiclub Rüschegg entdeckt:

Als Video-Kameramann entdeckt wurde in Meiringen-Hasliberg Ernst Zbinden „Hüslistett – Aschi“, der uns beim Abfahrtstraining mit seinen Aufnahmen wertvoll unterstützte. Nach einer kurzen Instruktion durch unseren Präsidenten Niklaus Böhlen, der seine Videoausrüstung zur Verfügung stellte, richtete sich Aschi bei der Passage beim Feldherrenhügel ein und harrte dort den ganzen Tag aus. Vorab wurden die Favoriten aufgenommen, damit wir am Abend einen direkten Vergleich ziehen konnten. Jeder vom SC-Rüschegg startende Fahrer wurde bei den zwei Trainingsläufen gefilmt.

Nach dem Abendessen im Hotel Hof und Post in Innertkirchen, wo wir wie jedes Jahr gut untergebracht waren, richteten wir uns im Fernsehraum ein, um die Aufnahmen anzusehen. Von den erwarteten lehrreichen Aufnahmen wurde leider nicht viel, da Aschi bei der Instruktion wahrscheinlich nicht voll konzentriert zuhörte und somit einen kleinen Bedienungsfehler machte.

Nach dem letzten Fahrer, der nicht schlecht im Bild war, vergass er, die Kamera abzustellen. Als er nun das nächste mal drückte und filmen wollte, stellte er die Kamera ab.

Nach jedem Fahrer wurde die Kamera in den Rucksack verstaut. Somit konnten wir auf dem Film sehen, wie er die Kamera herunternahm und in den Rucksack verstaute. Die Beleuchtung im Rucksack war jedoch nicht ausreichend, die Tonaufnahmen waren aber gut. Anschliessend sah man wieder, wie die Kamera aus dem Rucksack genommen wurde und auf das oberste Tor, bei dem der nächste Fahrer erscheinen sollte, gerichtet wurde. Als dieser dann erschien wurde die Kamera sofort abgestellt. Nachdem dieser scheinbar gefilmte Fahrer vorbei war kam wieder das Bild vom Versorgen in den Rucksack mit Ton wo man hörte „dä hani itz cheibeguet erwütscht“.

Nach einem Nachhilfeunterricht klappten die Aufnahmen beim Riesenslalom. Somit können wir Aschi für Videoaufnahmen bei weiteren Anlässen und Trainings bestens empfehlen.
Chef Alpin, Walter Pauli (Schiklübler vom März 1984)


Mike und der JO-Bus


Wir waren vom 8.-10. Oktober 1999 im Schwarzenbühl in einem Rollschuh- und Velolager. Es war sehr witzig, vor allem der Fähnli-Slalom. Leider passierte ein kleiner Unfall. Naschlä fiel um und hatte Probleme mit ihrem Knie, so dass sie nicht mehr laufen konnte. Aber zum Glück haben wir ja Mike. Weil er am besten Autofahren kann, holte er Naschlä mit dem JO-Bus ab. Als er zurückfahren wollte, fuhr er in einen Graben und blieb stecken. Wir trainierten weiter bis wir sahen, dass der Bus ein bisschen schief stand. Die halbe JO schob den Wagen aus dem Graben. Dann ging Marco in den Bus um ihn zu wenden, aber auch er blieb stecken. Schlussendlich hatten wir den Bus wieder auf der Hauptstrasse. Von da an war Mike ein bisschen arm dran. Aber es wurde für Mike noch peinlicher! Am nächsten Morgen gab es einen riesen Knall! Wir dachten, es sei ein Flugzeug abgestürzt, aber es war nur Mike, der aus dem Bett geflogen war. Er hatte die Ehre, den Titel als Lagerdümmster zu erhalten.

JO Rüschegg (Schiklübler vom Oktober 1999)


Amts-Cup

Ende Februar 2006 stand das Rennwochenende und Finale des Amts-Cup im Selital auf dem Programm. Bei nicht allzu guten Verhältnissen (Nebel) fanden am Samstag 3 Riesenslaloms und am Sonntag unser Adlerslalom statt. Nichts desto trotz fuhren die Rüschegger gute Resultate heraus, Bravo!

Zum Adlerslalom noch ein „Müsterli“: Der Kurs wurde vom Schreibenden unter Mithilfe von sämtlichen RennläuferInnen des SC Rüschegg ausgesteckt und somit waren alle bezüglich Linienführung bestens im Bilde. Im ersten Lauf machten jedoch nicht weniger als fünf Fahrer – vier des SC Rüschegg – an der gleichen Stelle einen Torfehler. Demzufolge konnten wir die Mannschaftswertung nicht wie im Slalom üblich für uns entscheiden.

Chef Alpin, Hirschi Pidu (Schiklübler vom Mai 2006)


Sommertraining vom Team Nordisch

Da der Sommer dann etwas weniger schön ausfiel, wechselten wir vom Bike wieder zu den Laufschuhen. So konnte man uns bei der Grasburg, auf dem Gantrisch, bei der Sense zwischen Schwarzwasserbrücke und Flamatt oder auch in der altbekannten Längeney antreffen. Bei unserem Training auf Pfyffe und Gägger, um die neuen Wanderwege zu begutachten, sah man uns dann nicht mehr wirklich. Wir hatten uns leider in der Zeit etwas verschätzt und genossen dann die Aussicht von der Pfyffe für einmal bei Nacht. Dies hatte auch etwas Spezielles und wir kamen dank einer Taschenlampe doch noch Heil zurück.

Team Nordisch (Schiklübler vom Oktober 2007)


Wintertraining vom Team Nordisch

So lief die ganze Saison so einiges und nebst Wettkämpfen wurde auch fleissig trainiert. Ein Abendtraining hatte es dann so in sich und es gab gleich zwei spektakuläre Stürze. Zuerst haute es Pia fast sprichwörtlich aus den Socken. Unter der dünnen Neuschneeschicht hatte es wohl kein Schnee mehr und völlig unerwartet gab es eine etwas unsanfte Bauchlandung. Wenig später, schon fast beim Parkplatz angelangt, kamen Rüedu auf einer eisigen Stelle die Skispitzen entgegen und er landete noch unsanfter und wehrlos auf dem Rücken. Zum Glück wurden ausser ein paar Prellungen und Quetschungen keine weiteren Verletzungen festgestellt.

Team Nordisch (Schiklübler vom Mai 2008)


Stössiabfahrt vom 05.01.2008

Wie anno dazumal trafen wir uns um 11.00 Uhr im Restaurant Pfadern beim Kafi fertig. Leider kamen nicht alle pünktlich, da die Outfitsuche einigen grosse Mühe bereitete. Nach grossem Bestaunen und Gelächter der modischen Wadenbinder, „Haublinige“, und Sennenhemden machten wir uns zu Fuss auf den Weg Richtung Rüti Dürrbach, um dort das Postauto zu erreichen. Der Marsch wurde für einige von uns schon recht beschwerlich, da das Tempo von unserem Reiseführer Stoll Üelu sehr hoch gehalten wurde.

Im Dürrbach angekommen, verpflegten wir uns vor dem geschlossenen Restaurant aus dem „Haaraff“ (Rucksack). Um 12.45 Uhr machten wir uns bei der Postautohaltestelle bereit. Der Poschifahrer staunte nicht schlecht über die grosse Anzahl alt gekleideter Rennläufer.

Bei der Stierenhütte angekommen, gings zu Fuss den steilen Aufstieg hoch bis zum Selibühel-Sattel alias Piz Blöff. Voller Zuversicht schnallten wir uns die alten Latten an – sofort ging das Gelächter los. Keine 10 Meter kamen wir mit dem Material. Die Bambusskistöcke überstanden den Sturz von Reto Stoll nicht. Niemand der 10 Mutigen erlebte die Abfahrt ohne Sturz – ausser natürlich unser Routinier Üelu. Er zeigte uns mit lockerem Schwung aus alten Zeiten, wie eine solche Abfahrt gemacht wurde. Andere, dem Verfasser unbekannte Fahrtechniken, waren das Hinabrutschen auf dem „Füdli“ und Rucksack auf direktem Wege – ein Wunder, dass die Bäume unbeschädigt blieben!

Marco Binggeli (Schiklübler vom September 2008)